Stellvertretend für Angehörige und Fachpersonal

Mein Name ist Silvia Prochnau. Ich bin Mutter eines 2002 geborenen jungen Menschen, der im Alter von 11 Jahren die Diagnose „Asperger Syndrom“ erhielt. Die Jahre bis zur Diagnose waren geprägt von Vorwürfen (nicht nur seitens der Ärzte), Therapien, Ausgrenzung, Mobbing, Hilflosigkeit, Wut, Entsetzen und Selbstzweifel. Aber immer mit dem Gefühl: mein Kind ist zwar irgendwie anders, aber doch gleichzeitig völlig in Ordnung?

Die Diagnose brachte Erleichterung. Das Anderssein hatte nun einen Namen. Doch wer half jetzt weiter? Was fängt man nun mit der Diagnose „Asperger – Syndrom“ an? Weit und breit war zunächst niemand, den ich hierzu befragen konnte, oder der mir weiterhelfen konnte. Nach einigen Wochen stieß ich durch Zufall auf den Namen Sam Becker, die ich kurz darauf auch persönlich kennen lernte. Durch Sam Becker lernte ich etliche weitere Menschen kennen, entweder selbst autistisch oder Angehörige autistischer Menschen. 

Ich lernte meinen Sohn anders / neu kennen, denn jetzt konnte ich viele Verhaltensweisen „einordnen“, wenn auch nicht immer nachvollziehbar verstehen. Ich konnte entsprechende Hilfen für ihn organisieren, von denen er natürlich auch heute noch profitiert, und das Beste an der ganzen Geschichte ist das Gefühl: wir sind nicht allein auf diesem Planeten, wir haben viele Gleichgesinnte gefunden.

Der Weg dahin war allerdings nicht einfach: es fehlte an professioneller Beratung, insbesondere in puncto Beantragung eines Schwerbehindertenausweises, Pflegegeld, Schulbegleitung und anderer Fördermöglichkeiten.

Mein persönliches Ziel ist es einerseits, für Autisten und Angehörige durch diesen Verein Kontaktmöglichkeiten zu schaffen.  Andererseits ist in mir durch den langwieirigen und schwierigen Weg durch den Paragraphendschungel der Wunsch entstanden, anderen Menschen in ähnlicher Situation  zu helfen und auf dem Weg zu begleiten.

Zurzeit wird unser Leben durch eine neue Diagnose erschwert: Epilepsie. Es gibt, wie ich zwischenzeitlich erfahren habe, nicht wenige Autisten, die zusätzlich im Laufe ihres Lebens an Epilepsie erkranken.

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