Was ist Autismus?

Hierzu gibt es zahlreiche Informationen im Internet, daher werden wir hier Autismus nicht explizit erklären. Viel wichtiger ist es, mal zu sagen, was Autismus NICHT ist:

1. Autismus ist keine Krankheit.
Autismus ist eine Art zu sein, eine Wesensart, ein Naturell. Experten sprechen von Menschen im „Autismus Spektrum“. Dies umfasst sowohl das Asperger-Syndrom, den atypischen Autismus und den frühkindlichen bzw. den Kanner-Autismus. Heutzutage weiß man, dass man das häufig gar nicht so klar abgrenzen kann, weswegen man nun meinst vom Autismus-Spektrum spricht.

2.Autismus ist nicht psychisch bedingt.
Autismus ist angeboren. Autisten haben eine alternative Gehirnstruktur, eine ungewöhnliche neurologische Verdrahtung, eine andere Art der Wahrnehmungsverarbeitung.

3. Alle Autisten sind  genauso unterschiedlich wie Nichtautisten.
Kennst du EINEN Autisten, dann kennst du genau EINEN Autisten.

4. Autismus ist keine Folge von emotionaler Vernachlässigung („Kühlschrankmutter“), emotionalem Stress, Missbrauch oder Traumata .
Immer noch hält sich die falsche These, die in den 50er Jahren entstand, als Müttern standardmäßig die Schuld daran zugeschoben wurde, wenn ihre Kinder nicht so waren, wie die Gesellschaft das wünschte. Ein nicht-autistisches Kind kann man so schlecht erziehen, wie man will, es wird nie autistisch werden.

5. Autismus „wächst sich nicht aus“
Aus autistischen Kindern werden autistische Erwachsene. Diese autistischen Erwachsenen haben im Laufe der Zeit gelernt, zu kompensieren und fallen daher oft weniger auf als autistische Kinder.

6. Man erkennt Autisten nicht an ihrem Äußeren.
Autistische Menschen sehen aus wie du und ich. Ganz normal eben.

7. Die wenigsten Autisten sind Genies.
Der Eindruck, dass die meisten Autisten Genies sind entsteht, weil autistische Genies besonders eindrucksvoll sind. Wie bei Nichtautisten gibt es solche und solche: Einige Autisten lernen sehr schnell, andere brauchen länger. Jeder hat seine individuellen Begabungen und Schwächen.

8. Autisten wollen  soziale Kontakte und haben vielfältige Gefühle.
Oft scheitert der soziale Kontakt daran, dass Autisten und Nichtautisten keine gemeinsame Sprache finden. Viele autistische Menschen wollen gern Kontakt zu anderen, wissen aber nicht, was eine sozial angemessene Art der Kontaktaufnahme sein könnte. Andere autistische Menschen wollen keinen Kontakt zu anderen Menschen. Wie alle Menschen wollen auch Autisten selbst auswählen, mit wem sie wann wie ihre Zeit verbringen, und wann sie lieber allein sind. Autistische Menschen haben Gefühle für andere Menschen, auch wenn man ihnen diese nicht immer unbedingt anmerkt.

Viele von ihnen führen zufriedene Freundschaften, Partnerschaften und gründen Familien.

9.  Autisten können eine normale Schule besuchen.
Die meisten autistischen Kinder und Jugendlichen besuchen Regelschulen, können aber vielfach nicht ihr Potential entfalten, weil sie anders lernen und eine andere – ruhigere –  Lernumgebung bräuchten. Viele Autisten werden mittlerweile von einer Integrationsfachkraft in der Schule unterstützt, damit sie ihr volles Potential entfalten können.

10. Autistische Menschen können ein eigenständiges Leben führen.
Normalbegabte autistische Menschen können sehr gut ein eigenständiges Leben führen. Manche von Ihnen brauchen viel Unterstützung von anderen, andere leben gänzlich ohne spezielle Unterstützung.

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